Menschen und Räume in größtmöglicher Harmonie – für maximales Wohlfühlen



Architekt Thorsten Kaufhold im Gespräch

Thorsten Kaufhold schaut gern hinter die Kulissen, auch im übertragenen Sinn. Der Architekt hört genau zu und fragt genauso direkt wie gezielt nach, ohne Umwege. Er baut oft nach den Regeln des Feng Shui. Danach bilden Raum und Mensch eine Einheit. Sein Ziel ist es, den Raum für den Menschen so zu erschaffen oder so zu verändern, dass maximale Harmonien entstehen, die der Bewohner spürt und in denen er sich wohlfühlt.

mr: Herr Kaufhold, Ihr Anspruch an die eigene Arbeit ist hoch. Sie brauchen dazu ein hohes Maß an Vertrauen, das Ihnen die Kunden entgegen bringen müssen. Schließlich benötigen Sie viele, auch persönliche Informationen zur Art und Weise, wie er lebt. Wie gehen Sie dabei vor?

TK: Da gibt es kein Patentrezept. Jeder Mensch ist anders und mir gelingt es ganz gut, ihn in seiner individuellen Persönlichkeit als Ganzes wahrzunehmen und mich in ihn hinein zu fühlen. Zunächst sprechen wir über die Ideen und Ziele rund um das Bauvorhaben. In aller Regel schweifen wir auch mal ab, das steuert der Kunde selbst. So nehme ich wahr, was ihm wichtig ist, auch wenn es ihm auf den ersten Blick eher beiläufig erscheint.

Ein Beispiel: Drei Brüder und ihre Partnerinnen hatten mich beauftragt, jeweils ein Einfamilienhaus auf einem von den Eltern ererbten großen Grundstück zu bauen. Ich nahm mir ausreichend Zeit, jedes dieser drei Paare kennen zu lernen. Manchmal sind es auch beiläufige Bemerkungen, die mir wichtig sind. Als die drei Häuser fertig waren, war ich zur Einweihung eingeladen und stand mit meinen Auftraggebern zusammen. Sie waren alle drei zufrieden und glücklich mit ihrem Haus. Einer sagte: „Da hast Du drei völlig unterschiedliche Häuser geschaffen, das hättest Du auch einfacher haben können, immerhin sind wir uns als Geschwister doch auch ähnlich.“ Da musste ich grinsen und hab gesagt: „So verschieden, wie ich Euch als Paare kennengelernt habe, sind auch die Häuser geworden.“

Doris Röckinghausen: In Ihre Planungen fließen auch die Prinzipien des Feng Shui ein. Warum?

TK: Das Wissen um die Ganzheitlichkeit von Mensch und Raum gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ein nach Feng Shui ausgerichtetes Haus wirkt sich mit einem harmonischen und ästhetischen Raumkonzept positiv auf die Lebensqualität seiner Bewohner aus. Gesundheit, Lebenskraft, Energie und die Qualität von Beziehungen werden positiv beeinflusst. Die Wirksamkeit bei der Umsetzung des Feng Shui ist belegt. Schon Albert Einstein hat doch bewiesen, dass sich Mensch und Umgebung in einer Wechselwirkung befinden.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass jede Stilrichtung individuell nach Feng Shui realisiert werden kann, egal, ob zum Beispiel ein Holz- oder ein gemauertes Haus. Stattdessen beziehe ich die Umgebung und soziale Bedürfnisse jedes Einzelnen mit ein: Aus- und Weitsicht, Transparenz, Rückendeckung und Rückzugsraum.

Doris Röckinghausen: Ihre Referenzenliste ist auch im Gewerbebereich beachtlich. Wie sind Ihre Erfahrungen dort mit Feng Shui?

TK: Im letzten Jahr habe ich zum Beispiel eine Feng Shui Beratung für ein Bürogebäude in Dortmund gemacht, 900 Mitarbeiter. Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit einem renommierten Büromöbelhersteller. Ergebnis: Durch die Stellung der Büromöbel und eine neue Platzverteilung haben sich die Leute sichtlich besser gefühlt. Sie hatten mehr Spaß an der Arbeit und erbrachten letztlich zehn Prozent mehr Leistung. Insgesamt konnte damit eine Spirale nach oben in Gang gesetzt werden, sodass auch die Kundenzufriedenheit und die Motivation im Management deutlich zugelegt haben. So skeptisch der eine Geschäftsführer zunächst war, so zufrieden meinte er nachher: ‚Das hätten wir schon viel früher machen sollen‘.

Doris Röckinghausen: In Hameln haben Sie über zwanzig Jahre eines der angesagtesten Architekturbüro geführt. Persönliche Gründe haben Sie ins westfälische Dülmen geführt. Wie war die Umstellung für Sie?

TK: Da gibt es keinen Unterschied. Ein Teil meiner Kunden sowohl in Hameln als auch hier im Münsterland möchte schlichtweg bauen und hat mit Feng Shui nichts im Sinn. Das ist völlig ok so. Dennoch fließen automatisch die positiven Erkenntnisse in meine Entwürfe genauso mit ein, wie mein Ziel, für ihn zum Beispiel eine strahlungsarme Wohnungs- oder Arbeitsumgebung zu schaffen. So profitiert der Kunde von einer möglichst großen Harmonie. Zusätzlich gibt’s bei mir handfestes Know-how und über drei Jahrzehnte gesammelte Erfahrungen. Egal, ob es sich um emissionsfreie Baumaterialien, finanzielle Transparenz, die Zusammenarbeit mit ausführenden Firmen auf Augenhöhe oder 3D-Visualisierungen in Fotoqualität handelt.

Doris Röckinghausen: Ihr Motto?

TK: Je anspruchsvoller, umso besser. Ich liebe die Herausforderung!

Text: Doris Röckinghausen

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